| "Hätte ich damals nur mehr gedämmt!" Diese Aussage wird noch häufig zu hören sein, fürchten Fachleute für Gebäudemodernisierung. Denn da die Energiekosten langfristig kaum sinken werden, gibt es nur einen Weg, die Heizkosten fürs Eigenheim runterzubringen: durch ordentliche Dämmung. Eine Fehlentscheidung bei der Gebäudedämmung aber ist nur schwer zu korrigieren. Umso wichtiger ist es, bei jeder anstehenden Reparatur die Möglichkeiten der Gebäudedämmung voll auszuschöpfen. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, welche Dicke die neue Dämmung haben soll. Der Preis für Dämmstoff und Montage allein kann keine Entscheidungsgrundlage sein. Ausschlaggebend ist vielmehr, wie stark sich der Spareffekt auf den Geldbeutel auswirkt: Wer weniger heizen muss, weil die Wärme im Gebäude bleibt, muss auch bei hohen Energiepreisen weniger berappen. Bei der Entscheidung über das richtige Maß des Wärmeschutzes ist nicht nur der beauftragte Handwerker, sondern auch der Hauseigentümer selbst gefragt: Er muss das Ziel einer energetischen Modernisierung definieren. Erst dann kann er mit Hilfe eines Fachmanns entscheiden, wie dick die Dämmschicht ausfallen muss, um dieses Ziel zu erreichen. Das ist im Neubau nicht anders. Die Baufamilie kann unter verschiedenen Dämmstandards wählen: Mindestdämmung nach Energieeinsparverordnung EnEV, KfW 70- bzw. KfW 55- Haus nach den Förderrichtlinien der KfW-Bank oder Passivhaus als High-Tech-Standard der Zukunft. Richtig und falsch gibt es dabei nicht, denn es kommt immer auf individuelle Anforderungen, Bedingungen und Ziele an. Eines aber ist sicher: Zu viel gedämmt, hat noch niemand. |
Was für den Neubau gilt, ist auch für das Bauen im Bestand richtig. Hier sind die Standards etwas anders:
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